| Aerobes Training |
|
|
|
|
|
| Von einem aeroben Training spricht man , wenn man im
Sauerstoffüberschuss trainiert. Liegt ein Gleichgewicht von
Sauerstoffaufnahme und –verbrauch vor, spricht man von einem
Gleichgewichtszustand (steady state). In diesem Bereich kann die Laufgeschwindigkeit
über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden. Die gelaufene
Geschwindigkeit entspricht ungefähr dem Marathonrenntempo. Die Laktatwerte
(Milchsäure) liegen zwischen 2-4 mmol/l. Aerobes Training findet bei bis zu
85% der maximalen Herzfrequenz statt. Das aerobe Training dient insbesondere
der Entwicklung der Grundlagenausdauer. |
|
|
|
|
|
|
|
| Akklimatisation |
|
|
|
|
|
| ist die Anpassung an unterschiedliche klimatische Bedingungen.
In dieser Phase sollten überwiegend aerobe und keine intensiven Belastungen
eingegangen werden (siehe Beiträge „Temperaturregulation und
Hitzeerkrankungen“, „Laufen bei extremer Kälte“ und „Höhentraining“). |
|
|
|
|
|
|
|
| Alaktazid |
|
|
|
|
|
| wird die Energiebereitstellung ohne Laktatbildung genannt. Dies
entspricht der anoxidativen Energiebildung bei der Startreaktion, die nur für
wenige Muskelkontraktionen ausreicht (siehe Beitrag „Der
Energiestoffwechsel“). |
|
|
|
|
|
|
|
| Anaerobe Schwelle |
|
|
|
|
| Die
anaerobe Schwelle, ermittelt durch die Laktat-Leistungskurve, stellt das
maximale Laktat-Steady-State dar, d.h. bei dieser Belastung wird genau so
viel Laktat eliminiert wie gebildet wird. Es ist die obere Grenze des
aerob-anaeroben Übergangsbereichs. Die individuell durch eine
Leistungsdiagnostik ermittelte anaerobe Schwelle erlaubt gegenüber der fixen
Laktatschwelle (4 mmol/l Laktat) eine genauere Beurteilung der
Ausdauerleistungsfähigkeit und daraus sich ableitenden Intensitätssteuerung
des Trainings. So finden Tempodauerläufe (TDL) oder Läufe im Bereich der
Grundlagenausdauer II (GA II) im Bereich oder etwas unterhalb der anaeroben
Schwelle statt. Das Training in diesem Bereich setzt einen starken Reiz und
ist sehr effektiv. Intervallprogramme, z.B. Wiederholungsläufe werden mit
Intensitäten oberhalb der anaeroben Schwelle gelaufen. Gute Marathonläufer
können das Rennen im Bereich der anaeroben Schwelle laufen. |
| Das Maximum der Fettverbrennung findet nicht im aeroben sondern
im aerob-anaeroben Übergangsbereich statt. Oberhalb der anaeroben Schwelle
nimmt der Anteil der Fettverbrennung am Gesamtenergieverbrauch deutlich ab.
Wer viel Fett verbrennen will, muss sich also schon ordentlich belasten. |
|
|
|
|
|
|
|
| Antioxidantien |
|
|
|
|
|
| Sind Stoffe, die ® Freie Radikale unschädlich machen. Dazu
gehören die Enzyme Gluthadionperoxidase und Superoxiddismutase sowie die
Vitamine A, C, E, Thiole (L-Guthadion, L-Cystein) und die Spurenelemente
Selen, Mangan, Zink und Kupfer. Außerdem sind zu nennen a-Liponsäure,
Carotinoide, Q10, Flavonoide und Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe). Sie
wirken oxidativem Stress durch falsche Ernährung, Umweltgifte, Strahlung,
Genussgifte, Leistungssport, Erkrankungen etc. entgegen. Siehe auch Beitrag
„Freie Radikale“ in der Rubrik Ernährung. |
| Aquajogging |
|
|
|
|
|
| Ist ein Lauftraining im Wasser, das durch den Wasserauftrieb zu
einer Entlastung der Gewebe führt und daher insbesondere in der
Rehabilitation nach einer Verletzung eingesetzt wird. Aufgrund des erhöhten
Widerstandes des Wassers kann dieses Training auch zur Kräftigung verwendet
werden (weitere Erläuterungen finden sich in dem Beitrag „Aqua-Jogging“). |
|
|
|
|
|
|
|
| Armführung |
|
|
|
|
|
| Soll beim Laufen die Vorwärtsbewegung unterstützen.
Querarmarbeit, Kraulbewegungen oder auch nach außen schwingende Unterarme
sind nicht effektiv. Die Arme sollten mit halb offener Hand und nach oben
gerichtetem Daumen in geringem Abstand seitlich am Körper vorbeigeführt
werden. Ober- und Unterarm bilden einen Winkel von etwa 90 Grad. Der Arm ist
dabei das gegenläufige Pendant zur Beinbewegung. Die Schultern sollten
zurückgezogen und fallen gelassen werden. Besonders beim Berglauf und im
Spurt ist eine aktive Armarbeit von Bedeutung (siehe auch Beitrag „Den
Laufstil verbessern“). |
|
|
|
|
|
|
|
| Aufbauwettkampf |
|
|
|
| Dient der Vorbereitung auf den eigentlichen Zielwettkampf
(Saisonhöhepunkt). Er dient der Formüberprüfung, Stabilisierung des
wettkampspezifischen Tempos und der Abwechslung zum Training. Im
Langstreckenlauf werden Aufbauwettkämpfe gerne 3-4 Wochen vor den geplanten
Hauptwettkampf gelegt und haben eine reduzierte Länge (Beispiele:
Halbmarathon 4 Wochen vor einem Marathon oder Marathon im geplanten Renntempo
4 Wochen vor einem 100 km-Lauf). |
|
|
|
|
|
|
|
| Aufwärmen |
| Vor allem vor intensiven Belastungen, wie z.B. Wiederholungs-
oder Tempodauerläufen, sollte man sich durch 1-2 km Einlaufen aufwärmen
(Warm-UP). Bei langen Wettkämpfen kann man auf ein intensives Einlaufen
verzichten, weil man für den Wettkampf nötige Energie verbraucht. Dies gilt
insbesondere bei höheren Temperaturen, bei denen man besser „vorgekühlt“ an
den Start geht. Siehe auch ®Auslaufen und Beitrag „Warm-Up und Cool-Down für
Läufer“. |
|
|
|
|
|
|
|
| Ausdauer |
|
|
|
|
|
| ist
die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung bei sportlicher Belastung. Nach
der Belastungszeit unterscheidet man zwischen Kurzzeit-, Mittelzeit- und
Langzeitausdauer. Die wichtigste Trainingsform zur Ausbildung der
wettkampfspezifischen Ausdauer ist für den Ultraläufer der lange
Trainingslauf. |
|
|
|
|
|
|
|
| Ausgleichssport |
|
|
|
|
| oder alternatives Training (teilweise auch als Cross-Training
bezeichnet) dient der Abwechslung vom Laufen und fördert die allgemeine
Fitness. Geeignete Sportarten sind z.B. Radfahren, Schwimmen, Aqua-Jogging,
Rudern, Skilanglauf, Gymnastik, Aerobic und Ballspiele. Sie fördern die
allgemeine Ausdauer und trainieren auch Muskeln, die beim laufen weniger
angesprochen werden (siehe Beitrag „Alternatives Training“). |
|
|
|
|
|
|
|
| Auslaufen |
|
|
|
|
| Auslaufen auch als Cool-Down bezeichnet sollte zu jedem
Lauftraining gehören. Insbesondere nach intensiven Belastungen, wie z.B.
Wiederholungsläufen, fördert das lockere Auslaufen den Abtransport von sauren
Stoffwechselprodukten und hilft, die Muskulatur zu lockern. Nach einem
Marathon- oder Ultralauf wird man sich nur schwer zu einem Auslaufen
überwinden können. Es bringt auch keine großen Vorteile, dann schon eher
Muskelpflege mit leichter Massage. Auch am Tag nach einem langen Wettkampf
kann man ruhigen Gewissens die Beine hoch legen, evtl. auch zum Schwimmen
gehen. Siehe auch ®Aufwärmen und Beitrag „Warm-Up und Cool-Down für Läufer“. |
|
|
|
|
|
|
|
| Body Mass Index (BMI) |
|
|
|
| Der Body Mass Index (BMI) ist eine Maßeinheit für das optimale
Körpergewicht und berechnet sich aus dem Quotienten Körpergewicht in
Kilogramm dividiert durch Körpergröße in Metern im Quadrat. Bei einem BMI von
unter 18 spricht man von Untergewicht. Zwischen 18 und 25 liegt das
Normalgewicht. Ein BMI von über 25 bedeutet Übergewicht, ab 30 liegt
Fettsucht (Adipositas) vor. |
|
|
|
|
|
|
|
| Cooper-Test |
|
|
|
| Der Cooper-Test benannt nach dem Amerikanischen Arzt Dr. Kenneth
Cooper ist im Grunde genommen ein Fitness-Test oder auch die
Leistungsdiagnostik für den Gesundheits- und Freizeitläufer ohne
leistungssportliche Ambitionen. Für Anfänger ist dieser Test nicht zu
empfehlen, hier verweise ich auf den Beitrag „Lauftraining für Anfänger“. Zur
Durchführung des Tests braucht man eine vermessene Laufstrecke, am besten die
400-Meter-Bahn in einem Stadion. Es sollten nicht zu hohe Temperaturen
vorherrschen und die letzte Mahlzeit wenigstens 2 Stunden zurückliegen. Nach
einem leichten Aufwärmtraining versucht man in 12 Minuten eine möglichst
lange Strecke zurück zu legen. Die erreichte Distanz wird dann entsprechend
der Altergruppe mit den Werten in der Tabelle verglichen. Sie ist ein Maß für
die Ausdauerleistungsfähigkeit. Die Bewertung reicht von sehr schlecht bis
sehr gut. Siehe Beitrag „Der Cooper-Test“ unter Leistungsdiagnostik. |
| EVA (Ethylenvinylacetat) |
|
|
| Leichter Kunststoff, der in Laufschuhen als
Zwischensohlenmaterial Verwendung findet. EVA ist leichter und weicher als ®
PU (Polyurethan) und hat gute Dämpfungseigenschaften. |
|
|
|
|
|
|
|
| Freie Radikale |
|
|
|
|
| Freie Radikale sind biochemische Verbindungen mit ungepaarten
Elektronen und sehr reaktionsfähig. Sie entstehen durch oxidativen Stress wie
z.B. Strahlung, falsche Ernährung, Genussgifte, Stress, Medikamente,
Leistungssport, Erkrankungen etc. Wirksame Mittel dagegen sind die
®Antioxidantien. Siehe auch Beitrag „Freie Radikale“ in der Rubrik Ernährung. |
|
|
|
|
|
|
|
| Glykämischer Index |
|
|
|
|
| Der glykämische Index (GI) auch Glyx-Faktor genannt, wurde
ursprünglich für Diabetiker entwickelt. Er gibt an, welche Wirkung ein
Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel hat. Zur Ermittlung des glykämischen
Index (GI) wird der Blutzuckerverlauf nach Aufnahme eines Lebensmittels
bestimmt und der Wert ins Verhältnis gesetzt zum Wert von Glukose (in
Prozent). Lebensmittel, die einen starken Anstieg des Blutzuckers bewirken,
haben einen hohen glykämischen Index, Lebensmittel, bei denen der Anstieg des
Blutzuckers schwach ausfällt, haben einen niedrigen glykämischen Index. |
| Als
niedrig gilt ein GI von unter 55 (Milch, Joghurt, Blattgemüse,
Hülsenfrüchte). Der mittlere GI reicht von 55-70 (Kartoffeln). Ein hoher GI
liegt bei Werten von 70-100 vor (Softdrinks, Cornflakes, Weißbrot). |
| Wenn man zwischen Lebensmitteln einer Gruppe zu entscheiden hat,
sollte man das mit dem niedrigsten GI bevorzugen, Roggenvollkornbrot statt
Weißbrot, oder zum Frühstück statt Cornflakes besser Haferflocken.
Hülsenfrüchte und Nüsse haben einen niedrigen GI und sollten verstärkt in den
Speiseplan aufgenommen werden. |
|
|
|
|
|
|
|
| GPS |
|
|
|
|
| Mit GPS-Geräten (GPS – Globales Positionierungs System) kann man
die zurückgelegte Strecke mit Hilfe von Satelliten ermitteln. Dabei trägt man
meist einen Empfänger für das Satellitensignal am Arm und einer anzeigenden
Uhr am Handgelenk. Der Vorteil liegt in der meist sehr genauen
Streckenmessung, allerdings kann es in dichten Wäldern und Schluchten zu
Empfangsproblemen kommen. Daneben wird die aktuelle Geschwindigkeit und am
Ende des Laufs die maximale und die Durchschnittsgeschwindigkeit angezeigt. |
| Herzfrequenzmessung |
|
|
|
| Die moderne Herzfrequenzmessung erfolgt EKG-genau über einen
Sender im Brustgurt und eine Uhr als Empfänger. Damit ist ein
intensitätsgesteuertes Training möglich. Hilfreich sind bei den modernen
Geräten die Einstellung von Ober- und Untergrenzen, deren Über- oder
Unterschreiten mit akustischen Signalen angezeigt werden. Manche Geräte
bieten auch eine Aufzeichnung und Auswertung über Computer. Weitere
Erläuterungen in den Beiträgen „Bestimmung der maximalen Herzfrequenz“ und
Training mit dem Herzfrequenz-Messgerät“. |
|
|
|
|
|
|
|
| Herzfrequenzvariabilität |
|
|
|
| Das
vegetative Nervensystem besteht aus den entgegengesetzt arbeitenden Anteilen
Sympathicus und Parasympathicus. Der sympathische Anteil bewirkt am Herz eine
Frequenzsteigerung, der Parasympathicus eine Verlangsamung des Herzschlags.
Bei einer bestimmten Herzfrequenz ist der Abstand zwischen den einzelnen
Herzaktionen nicht immer gleich sondern es liegen minimale Abweichungen vor.
Diese Variabilität wird neben dem vegetativen Nervensystem von der Atmung,
der Tageszeit, dem Alter, der psychischen und körperlichen Belastung und
Erkrankungen (z.B. Infekten) beeinflusst. Die Größe der Herzfrequenzvarianz
(Quadrat der Standardabweichung) macht man sich zu Nutze, um einen Aufschluss
über den Belastungszustand zu gewinnen. Im völlig entspannten Zustand (Einfluss
des Parasympathicus) schlägt das Herz langsam und unrhythmisch, die
Herzfrequenzvariabilität ist am größten. Je angespannter und angestrengter
wir sind, um so höher wird die Herzfrequenz, gleichzeitig sinkt die
Herzfrequenzvariabilität. |
| Mit
zunehmender Belastung wird also die Unregelmäßigkeit des Herzschlags immer
kleiner. Bei 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz schlägt das Herz nahezu
vollständig rhythmisch. Die Herzfrequenzvariabilität ist also ein Parameter,
der ein Hinweis auf den Erregungs- bzw. Regenerationszustand gibt. Der
Herzfrequenzmessgeräte-Hersteller Polar benutzt in den Geräten der M-Serie
die Messgröße der Varianz zur Bestimmung der individuellen Trainingsbereiche
und hat dafür den Begriff „OwnZone“ geprägt. Der Pulsmesser berechnet in
einem submaximalen Fitnesstest auf der Basis der genannten Zusammenhänge die
Trainingsbereiche. Damit ist ein herzfrequenzgesteuertes Training ohne
Laktat-Leistungsdiagnostik möglich. Dies ist insbesondere für den
Laufanfänger und Gesundheitssportler von Bedeutung. Er braucht keine
Ausbelastung zur Bestimmung der maximalen Herzfrequenz, keine
Laktat-Leistungsdiagnostik und auch keine Berechnung von Trainingsbereichen
aus erzielten Wettkampf-Ergebnissen. Mit der Bestimmung des „OwnIndex“ bieten
die Geräte eine Kontrollmöglichkeit über die Leistungsentwicklung. |
|
|
|
|
|
|
|
| Koffein |
|
|
|
|
|
| Die Einnahme von Koffein unterliegt seit 2004 nicht mehr den
Anti-Dopingregeln. Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hat Koffein von der
Dopingliste genommen. Die stimulierende Wirkung des Koffeins führt zu einer
Verbesserung von Antrieb, Stimmung, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit.
Dies macht sich vor allem im ermüdeten Zustand bemerkbar und soll bei
Langzeitbelastungen zu einer Leistungssteigerung führen. Diskutiert wird auch
eine verminderte Kaliumausscheidung aus der Muskelzelle und eine Verbesserung
der Fettverbrennung, was zu einer Glykogeneinsparung beitragen soll. Außerdem
ist bekannt, dass Koffein zu einer vermehrten Kalziumausscheidung führt, was
bei einer sonst ausgewogenen Ernährung keine negativen Auswirkungen auf den
Mineralhaushalt hat. |
| Es hat sich im Ultralauf eingebürgert, dass koffeinhaltige
Cola-Getränke besonders in der zweiten Rennhälfte angeboten und auch gerne
konsumiert werden. Cola ist allerdings kein gutes Rehydratationsgedränk, denn
es ist durch den hohen Zuckergehalt stark hyperton und enthält zudem nur
geringe Mengen Natrium. Beim Genuss von größeren Mengen in unverdünnter Form
kann es zu Störungen kommen wie Muskelzittern und –zucken, Herzrasen,
Herzrhythmusstörungen, vermehrte Wasserausscheidung sowie Magen- und Darmbeschwerden.
Coca Cola sollte man deshalb immer in verdünnter Form zu sich nehmen. Eine
Alternative stellt Guarana dar, das Koffein protrahiert freisetzt. Guarana
gibt es in verschiedenen Formen, wie Getränken, Tabletten, Pulver oder auch
in Gel-Präparaten. Da die Wirkung des Koffeins individuell recht
unterschiedlich ist, bleibt es dem einzelnen überlassen, es selbst
auszuprobieren.. |
|
|
|
|
|
|
|
| Laufschule |
|
|
|
|
| Die Laufschule, auch Lauf-ABC genannt, ist ein Trainingsmittel,
um den Laufstil bewusst zu steuern und damit die Koordination sowie
Laufeffizienz zu verbessern. Ein guter und ökonomischer Laufstil beugt
muskulären Dysbalancen und Verletzungen vor. Typische Beispiele sind der
Kniehebelauf, das Anfersen, der Sprunglauf, der Hopserlauf und das
Seitwärtslaufen. Die Übungen können zur Aufwärmung ins Training eingebaut
werden. |
|
|
|
|
|
|
|
| Leisten |
|
|
|
|
| Der Leisten ist eine Fußform, über die der Schuh gearbeitet
wird. Man unterscheidet gerade, gebogene und leicht gebogene Leisten. Beim
geraden Leisten ist die Innenseite des Schuhs gerade gestaltet, was mehr
Stabilität bietet. Der gebogene Leisten hat eine gebogene innere Seite.
Dadurch ist die Flexibilität höher, das Abrollverhalten dynamischer, aber die
Stabilität auch geringer. Gebogene leisten sind vor allem für schnelle Läufer
ohne Fußprobleme geeignet. |
|
|
|
|
|
|
|
| Maximale Herzfrequenz |
|
|
|
| Die maximale Herzfrequenz ist individuell sehr unterschiedlich.
Am zuverlässigsten ist die Bestimmung über einen Belastungstest, was
allerdings nicht für den Anfänger zu empfehlen ist. Annäherungsweise kann die
maximale Herzfrequenz für Fraue mit der Formel 226 - Lebensalter, für Männer
nach der Formel 223 – 0,9xLebensalter bestimmt werden. Siehe auch Beiträge:
„Bestimmung der maximalen Herzfrequenz“ und „Training mit dem
Herzfrequenz-Messgerät“. |
|
|
|
|
|
|
|
| Muskelfasertypen |
|
|
|
|
| Es gibt die langsamer kontrahierenden ST-Fasern (slow twitch
fibers) und die schnell kontrahierenden FT-Fasern (fast twitch fibers). Da
die Verteilung der Fasern in der Muskulatur angeboren ist und sich durch
Training kaum verändern lässt, ist man entweder eher zum Sprinter (mehr
FT-Fasern) oder zum Langläufer (mehr ST-Fasern) geeignet. |
|
|
|
|
|
|
|
| Nachbrennphase |
| Auch als „Afterburn“ bezeichnet. Sportliche Bewegung aktiviert
den Stoffwechsel und den Kalorienverbrauch. Auch in der Zeit nach einem
intensiven Training oder Wettkampf bleibt der Stoffwechsel noch angeregt und
es kommt zu weiterem Kalorienumsatz. |
|
|
|
|
|
|
|
| Pronation |
|
|
|
|
| Unter Pronation versteht man die natürliche Funktion des Fußes,
zur Dämpfung des Aufpralls beim Laufen nach innen einzuknicken. Der Fuß setzt
zunächst hinten außen auf und verlagert die Belastung beim Abrollen nach
innen. Dadurch sinkt das Längsgewölbe ein und es wird durch diese Funktion
ein Teil des Aufpralls absorbiert. Bei Senkfüßen, sehr weichen
Zwischensohlen, stark gebogenen Leisten und Ermüdung der Muskulatur bei
langen Läufen kann es zu verstärktem Einknicken nach innen kommen
(Überpronation). Langfristig kann das zu Knie- und Achillessehnenbeschwerden
führen. Laufschuhe sollen die natürliche Pronation nicht einschränken. Bei
bestimmten Fehlstellungen wie z.B. Senkfüßen ist eine Pronationsstütze in den
Laufschuhen angeraten (® Supination). |
|
|
|
|
|
|
|
| PU
(Polyurethan) |
|
|
|
| Synthetischer
Gummi, der in Zwischensohlen von Laufschuhen verwendet wird. PU ist fester
und schwerer als ® EVA (Ethylenvinylacetat), aber auch haltbarer. |
|
|
|
|
|
|
|
| Seitenstiche |
|
|
|
|
| Jeder
Läufer hat mehr oder weniger häufig schon mit ihnen Bekanntschaft gemacht,
den Seitenstichen. Es handelt sich um stechende Schmerzen im Oberbauch, die
sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite lokalisiert sein können
und häufiger auftreten, wenn die sportliche Aktivität direkt nach einer
Mahlzeit begonnen wird. Die genauen Ursachen der Seitenstiche sind nicht
bekannt. Als Erklärung dient die durch das Laufen ausgelöste Erschütterung
mit Zerrung der Aufhängung der Verdauungsorgane am Zwerchfell. Andere
vermutete Ursachen sind eine unzureichende Sauerstoffversorgung des
Zwerchfells oder auch eine Umverteilung des Blutflusses insbesondere von Milz
und Leber. Auch psychische Einflüsse werden diskutiert. Beim Auftreten von
Seitenstichen sollte man das Lauftempo vermindern oder gehen. Mit der Hand
drückt man auf die betroffene Bauchseite, spannt die Bauchmuskulatur an und
betont die Ausatmung. |
| Auch ein wechselndes Anheben der Arme kann die Bauchwände
entlasten. Nach reichhaltigen Mahlzeiten sollte man das Training zwei Stunden
verschieben. Auch ein moderates Anfangstempo durch Einlaufen und eine
Kräftigung der Bauchmuskulatur kann prophylaktisch wirken. Bei der
Getränkeaufnahme im Training und Wettkampf lieber öfter kleinere Mengen als
einmalig eine große Portion zuführen. Isotone und hypotone Getränke sind
vorzuziehen. |
|
|
|
|
|
|
|
| Steigerung |
|
|
|
|
| Bei einer Steigerung wird das Grundtempo des Dauerlaufs langsam
und stetig auf einer Strecke von ca. 100m gesteigert. Die am Schluss
erreichte höchste Geschwindigkeit sollte etwas schneller als das schnellste
Wettkamptempo sein, wobei aber nicht das Sprinttempo erreicht werden sollte.
Am besten führt man diese Steigerungen auf einer leicht abfallenden Passage
durch, was weniger Kraftaufwand erfordert. |
| Da man in Zeiten der Regeneration zuerst an Schnelligkeit und
dann erst an Ausdauer verliert, sind Steigerungen, die man in den normalen
Dauerlauf einstreut, ein gutes Trainingsmittel, die Schnelligkeit
einigermaßen zu erhalten. |
|
|
|
|
|
|
|
| Supination |
|
|
|
| Unter Supination auch Unterpronation genannt versteht man die
Auswärtsbewegung des Fußes beim Gehen oder Laufen. Supinierer haben entweder
O-Beine, Hohlfüße oder drehen die Füße nach innen und rollen über die
Außenkante ab. Knickt der Fuß in der Endphase der Abrollbewegung nach außen
spricht man auch von Übersupination. Es fehlt dann an der natürlichen Dämfung
durch die ® Pronation. Bei dieser Fußstellung wird zu Laufschuhen mit einer
guten Dämpfung und Flexibilität geraten. Besonders die Außenseite des
Schaftes wird beim Supinierer stark belastet. |
|
|
|
|
|
|
|
| Tapering |
|
|
|
|
| Unter
Tapering versteht man das in Umfang und Intensität reduzierte Training vor
einem Ausdauerwettkampf, um sich körperlich und mental zu erholen und Kräfte
zu sammeln. Diese Phase umfasst in der Regel ein bis zwei Wochen vor dem
Wettkampf. |
|
|
|
|
|
|
|
| Trainingsmittel |
|
|
|
| Sind die Summe aller Übungen zur Ausbildung der individuellen
Laufleistung. Hierzu zählen Stretching, Krafttraining, Laufschule,
alternatives Training (z.B. Aqua-Jogging), mentales Training und verschiedene
Laufeinheiten. Je nach Trainingsbereich unterscheidet man den Regenerations-
und Kompensationsbereich (KB), die Grundlagenausdauer 1 (GA1), die
Grundlagenausdauer 2 (GA2) und die Wettkampfspezifische Ausdauer (WSA). Siehe
auch Beitrag: „Trainingsplanung und Trainingssteuerung im Ultralauf“ |
|
|
|
|
|
|
|
| Ultralauf |
|
|
|
| Unter einem Ultralauf oder Ultramarathon versteht man
üblicherweise einen Lauf, der länger als Marathon (42,195 km) ist. Dabei kann
es sich um Distanz- (z.B. 50 km, 100 km) oder Zeit-Läufe (z.B. 6, 12, 24 oder
48 Stunden) handeln. Bekannte Ultra-Läufe sind z.B. der 100 km Lauf von
Biel, der Schwäbische-Alb-Marathon (50 km), der Rennsteiglauf (72,7 km), der
Swiss-Alpine-Marathon (78,5 km) oder der Spartathlon (246 km). Die
Distanzläufe werden als Punkt zu Punkt Veranstaltung oder auf einer größeren
Runde (5, 10 km) durchgeführt. Bei den Zeitläufen wird meist auf einem kurzen
Rundkurs (400m bis 2 km) gelaufen. |
|
|
|
|
|
|
|
| Zirkeltraining |
|
|
|
| stellt eine Trainingsform zur Verbesserung der allgemeinen
Kondition dar und wird in der Halle mit verschiedenen Wiederholungsübungen
auch unter Einbeziehung von Geräten absolviert. Dieses Training wird
besonders im Winter durchgeführt. |
|
|
|
|
|
|
|
| Zwischensohle |
|
|
|
|
| Teil des Laufschuhs zwischen Schaft und Außensohle. In die
Zwischensohle sind meist Dämpfungssysteme und Stabilitätselemente
eingearbeitet. |